Autor Archiv

Aktuelle Presseartikel

 

Demütiger Dank und preisender Lobgesang
Philharmonischer Chor und KonzertChor Schweinfurt mit Mendelssohn
von Elke Tober-Vogt

 

Foto: Josef Lamber

Großer Auftritt im Theater: Der KonzertChor und der Philharmonische Chor Schweinfurt unter Leitung von Matthias Göttemann.

„Ein feste Burg ist unser Gott“, heißt es in dem besonders in diesem Jahr viel zitierten Luther-Choral. Am Samstag bildeten diese Burg im gut gefüllten Theater der Stadt auch der KonzertChor und der Philharmonische Chor Schweinfurt. Unter der Leitung von Matthias Göttemann erklang zunächst Felix Mendelssohn Bartholdys 5. Sinfonie d-Moll (Reformations-Sinfonie), dann dessen Sinfonie Nr. 2 B-Dur für Soli, Chor und Orchester, die „Lobgesang-Sinfonie“.

Seit knapp zwei Jahren ist Göttemann als Dirigent im Amt. Und die klangliche Veränderung, die Entwicklung, die der Chor in diesem Zeitraum vollzogen hat, ist gewaltig. Hörbar hat die stimmbildnerische Arbeit, die in den zwei Formationen des Liederkranz Schweinfurt 1833 geleistet wird, zu großer Einheitlichkeit und Kultur in der Tonformung, zu Intensität und Sicherheit in allen Lagen geführt.

Göttemann kann auch auf punktgenaue Einsätze, auf engagiertes und wendiges Mitgehen in Tempo und Dynamik in engem Kontakt mit dem Dirigenten, auf ausgezeichnete Aussprache, auf Beherrschen der Partien durch jeden einzelnen Sänger bauen. Das Ergebnis klang im Kantatenteil der Lobgesang-Sinfonie mal strahlend und heroisch, wie zum Beispiel im Chor „Die Nacht ist vergangen“. Es klang aber auch beseelt, innig und inbrünstig: Der Choral „Nun danket alle Gott“ vereinte beides und entwickelte sich von demütig gestaltetem Dank hin zu preisendem Lobgesang.

Bei den Solisten stach besonders Vera Schoenenberg hervor: In lyrischem Glanz schwang sich ihre Sopranstimme in die Höhe von „Lobe den Herrn, meine Seele“, überzeugend sowohl stimmlich wie auch gestalterisch. Tenor Albrecht Kludszuweit sang seine Partie stählern und klar; eindringlich und spannungsvoll gelang ihm „Hüter der Nacht“. Die Mezzosopranistin Renate Kaschmieder konnte sich werkbedingt nur kurz, aber überzeugend profilieren.

Mit dem Orchester der Nordböhmischen Oper Aussig stand eine Formation zur Verfügung, die vor allem in den Passagen gemeinsam mit dem Chor in ihrem Element war. Beim sinfonischen Beginn der Lobgesang-Sinfonie setzte sich jedoch fort, was sich bereits im ersten Teil des Konzerts manifestiert hatte: Nicht alle Musiker orientierten sich streng an den Tempovorgaben des Dirigenten, der Umgang mit Nachschlägen und schnellen Läufen war bei den Streichern großzügig, was mehrmals zu Unsauberkeit und Unruhe führte.

Dabei war die Zeichengebung Göttemanns professionell ausdifferenziert und interpretatorisch wohlüberlegt; keinen Einsatz, keine dynamische Feinheit wollte er dem Zufall überlassen. Fein entwickelte er den Beginn der Reformationssinfonie, ließ die Holzbläser im zweiten Satz elastisch und musikantisch tänzeln, den dritten Satz mit großer Ruhe dahinströmen. Insgesamt hätte man sich beim Orchester mehr Fülle, homogene Klangentfaltung und Strahlen vorstellen können – dafür hätte es aber auch einer größeren Besetzung bedurft.

Diese Pracht gab es dafür zum Abschluss des Konzerts noch einmal durch den Chor: „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!“ wurde zum hervorragenden Zeugnis für viele Monate intensiver Vorbereitung. Respekt!

Elke Tober-Vogt

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Burgen-Choere;art742,9806765
© Main-Post 2017

 

 

 

 

Schweinfurter Tagblatt: 7. Dezember 2017
Liederkranz: Podest-Streit ist noch nicht zu Ende
Der Chor will 2018 einen neuen Anlauf nehmen um sein Chor-Podest im Theater aufbauen zu dürfen.

Matthias Göttemann will für das Konzert 2018 im Theater
einen neuen Anlauf
und sich für das Chor-Podest einsetzen.                                    FOTO: JOSEF LAMBER

Das Konzert vom 25. November ist vorbei, der Streit um die Frage „Welches Podest darf es denn sein?“, wie wir in unserer Ausgabe vom 24. November berichteten, wird wohl in eine neue Runde gehen – spätestens dann, wenn man im Herbst 2018 mit den Vorbereitungen für das Konzert des Liederkranz 1833 e.V. im Theater der Stadt Schweinfurt beginnen wird.

„Um des lieben Friedens willen“, so Matthias Göttemann, der künstlerische Leiter des Liederkranzes, habe man heuer für das Konzert mit dem Podest des Theaters vorlieb genommen. Dennoch gelte für ihn: „Das Podest des Theaters ist kein Chor-Podest, sondern ein Orchester-Podest. Die Stellhöhe der einzelnen Chorreihen ist wichtig, sie muss 30 Zentimeter betragen, über die Anzahl der Ausführenden und die dafür benötigte Podestfläche kann man reden“, so Göttemann weiter.

Hoffnung auf bessere Lösung

Für das kommende Jahr müsse von vorneherein eine bessere Lösung gefunden werden. Nach Göttemanns Dafürhalten wurde keine Einigung gefunden, sondern man habe sich lediglich darauf verständigt für das Konzert 2018 eine bessere Lösung zu finden.

Warum sie das so empfingen konkretisieren Matthias Göttemann und Karin Speidel, Vorsitzende des Vorstandes beim Liederkranz, in einer schriftlichen Stellungnahme zum Artikel „Welches Podest darf es denn sein“. „Es wurde keinerlei Lösung gefunden, Herr Kreppel ist keineswegs Dirigent Göttemann bei seiner Bitte, das uns zur Verfügung stehende professionelle Chorpodest aufstellen zu dürfen, entgegengekommen. Auch für die Zukunft wurde dies nicht in Aussicht gestellt“, heißt es hier.

Podest mit TÜV-Siegel

Gleichzeitig betonen die Liederkranz-Verantwortlichen erneut die Tauglichkeit ihres Podestes. „Unser Podest entspricht voll den Sicherheitsbestimmungen. Eine TÜV Verifikation liegt dem Theater vor. Diese Podeste werden bei chorsymphonischen Konzerten verwendet, wenn große Chöre auftreten. Durch Chorpodeste ist ein optimaler Blickkontakt zwischen Chor und dem Dirigenten, der entfernt vor dem Orchester steht, möglich“.

Auch würden durch das Chorpodest, so heißt es in der Stellungnahme weiter, ebenso wenig Fluchtwege versperrt oder Sicherheitsmaßgaben verletzt wie bei der Benutzung des Theaterpodests. Im Gegenteil, sei die Aufstellung des Chores schon im Vorfeld klar ersichtlich und eventuelle Veränderungen möglich. Selbstverständlich sei man von Seiten des Chores jederzeit bereit, sachlich begründete Maßgaben einzuhalten.

Schwächeanfälle nicht auf Podest

Die Liederkranz-Leitung beklagt darüber hinaus, dass ihnen gegenüber nie dargelegt wurde, worin die mangelhafte Sicherheit bestehen soll. Es sei nur, beginnend vier Wochen vor dem Konzert, seitens des Theaters immer wieder betont worden, dass das Chor-Podest zu Schwächeanfällen geführt habe. „In den vergangenen beiden Jahren musste jeweils eine Sängerin die Bühne verlassen, wobei keine auf dem Podest stand“, argumentiert der Liederkranz dagegen.

Darüber hinaus ist man beim Liederkranz der Meinung „dass bei Theaterleitung und Technischer Leitung Vorbehalte aus der Vergangenheit bestehen, deren Ursachen sich unserer Kenntnis entziehen. Wir fühlen uns als engagierter Laienchor einer Willkür ausgesetzt, gegen die wir uns nicht wehren können.“

Man miete das Theater, zahle für alle Kosten und der Verein, als Veranstalter, trage die Verantwortung für die Durchführung des Konzertes. Für die Zukunft erhofft man sich dennoch, das Chor und Theaterleitung zu einer respektvollen Zusammenarbeit finden. „Unsere einzige Bitte besteht darin, unser Chorpodest aufstellen zu dürfen“, so Göttemann und Speidel abschließend. Eine Bitte, mit der der Chor inzwischen auch an die verantwortlichen Stellen in der Stadt Schweinfurt herangetreten ist.

Noch steht Weihnachten 2017 vor der Tür. Bis zum Weihnachtskonzert 2018 bleibt also reichlich Zeit für klärende Gespräche, die offensichtlich dringend nötig ist.

Sicherheit geht vor

Ein solches Gespräch mit allen Beteiligten, werde es auch demnächst geben, bestätigt Theaterleiter Christian Kreppel gegenüber dieser Redaktion. Er macht auch erneut Sicherheitsbedenken geltend, die einfach bei einer Chorbesetzung von 100 und mehr Leuten gegen das Chor-Podest sprechen. Man sei Gesprächsbereit aber die bestehenden Sicherheitsvorschriften seien nicht verhandelbar und gehen auf jeden Fall vor“.

Sicher eines der Themen, die demnächst gemeinsam erörtert werden.

 

 

 

 

 

Zum Weiter-Verschicken können Sie unser Plakat gerne hier herunterladen.

 

 

 

Mendelssohns „Lobgesang“ im Schweinfurter Theater

KonzertChor und Philharmonischer Chor Schweinfurt

 Am 25.11.2017 geben der Philharmonische Chor und der KonzertChor Schweinfurt ihr diesjähriges großes Konzert im Theater der Stadt Schweinfurt.
Auf dem Programm stehen zwei Sinfonien von Felix Mendelssohn Bartholdy, die „Reformations-Sinfonie und der „Lobgesang“. Dirigent ist  Matthias Göttemann.

Göttemann setzt mit der Erarbeitung des „Lobgesang“ seine im Jahr 2016 begonnene Arbeit mit den beiden Chören des Kulturvereins Liederkranz Schweinfurt 1833 e. V. fort. Das erste Mal traten beide Chöre gemeinsam im vergangenen Jahr mit dem Werk Carmina Burana  von Carl Orff in die Öffentlichkeit und präsentierten sich mit 150 Mitwirkenden und einem großen Orchester einem begeisterten Publikum. Mit „Wucht, Urkraft und viel Elan“, bewertete die Presse den erfolgreichen Auftritt vor ausverkauftem Haus.

Den Lobgesang auf die Bühne zu bringen ist eine große Aufgabe. Matthias Göttemann möchte den letztjährigen  Konzerterfolg wiederholen und setzt ihn auch als Maßstab für die diesjährige Aufführung. Er sieht es auch bei diesem Werk als Herausforderung an, die Sänger und Sängerinnen des Projektchores mit den Sängern des Philharmonischen Chors  zu einer stimmlich harmonischen Klangeinheit zu führen. Durch Chorproben auf hohem Niveau, durch individuelle Stimmbildung von Profisängern, durch Stimm- und Registerproben und professionelle Klavierbegleitung und Korrepetition will er dieses Ziel erreichen und zeigt sich zuversichtlich, dem Schweinfurter Publikum, eine begeisternde Aufführung präsentieren zu können.

Der „Lobgesang“ wurde in diesem Jahr auch zum Eröffnungskonzert der Elbphilharmonie gewählt, da er sich besonders eignete, die Akustik des Saals in all ihren Möglichkeiten zu zelebrieren. Nach einem orchestralen symphonischen 1. Satz kommen Chor und Solisten als krönende Fortführung in folgenden Sätzen dazu.

Der Lobgesang wurde am 25. Juli 1840 von etwa 500 Sängern vor rund 2000 Zuhörern in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt. Im ersten Teil des Programmes hören Sie Mendelssohns Reformationssinfonie. Mit diesem reinen Orchesterwerk setzt Felix Mendelssohn Bartholdy dem Reformator Martin Luther und dem Protestantismus ein musikalisches Denkmal. Der Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ nimmt eine zentrale Stellung ein.

Dem Orchester kommt in diesem chorsymphonischen Konzert eine tragende Rolle zu. Göttemann gewann hierfür das Orchester der Nordböhmischen Oper Aussig. Neben zahlreichen Engagements in Tschechien tritt das Orchester zunehmend im Ausland auf. Unter anderem mit Puccinis „La Boheme“ in Sevilla. Auf dem Programm standen Verdis „Troubadour“, Wagners „Der fliegende Holländer“ und in Deutschland insbesondere Orffs „Carmina Burana“. Direktor des Nordböhmischen Theaters ist Miloš Formáček.

Die Zuschauer können sich auf ein Solistentrio freuen, das mit Sologesang, im Duett sowie mit Rezitativ und Arie die Bühne betritt.

Als Sopranistin wird die in Schweinfurt bekannte Vera Schönenberg zu hören sein. Die lyrische Koloratursopranistin war als Solistin u. a. an  Opernhäusern in Basel, Karlsruhe, Augsburg, Meiningen, Innsbruck und Cottbus engagiert. Hinzu kamen weitere Auslandsengagements u. a. in Norwegen, Italien, Israel. Vera Schoenenberg ist zudem Lehrbeauftragte für Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst am „Mozarteum“ Salzburg.

Als Mezzosopranistin wurde Renate Kaschmieder verpflichtet. Sie bereist im Oratorien- und Konzertfach immer wieder das europäische Ausland. Nach zwei Auftritten in Japan 2005 und 2007 hat sie im November 2012 erneut die Bachsche Matthäuspassion in Tokio gesungen. Zahlreiche Konzertmitschnitte der Künstlerin wurden auf CD vom Bayerischen Rundfunk dokumentiert.

Den Tenorpart übernimmt  Albrecht Kludszuweit. Er wurde in Dresden ausgebildet. Seit 2004 ist er Ensemblemitglied am Aalto-Theater in Essen („Opernhaus des Jahres“ 2008/2009). Außerhalb der Opernbühne interpretierte er die meisten Partien seines Faches, so u. a. die Oratorien Bachs, Händels und Mendelssohns und neu im Repertoire: Dvoraks Stabat Mater.

Gefördert wird das Konzert von der Stadt Schweinfurt, der Kulturstiftung Schweinfurt, der Musikstiftung Schweinfurt, der Kulturstiftung Unterfranken und der Sparkasse Schweinfurt.

Zu diesem musikalischen Lobgesang hat der Vorverkauf bereits begonnen: Theaterkasse (09721 514955), Bürgerservice im Rathaus (09721 510)

Kontakt Liederkranz Schweinfurt 1833 e. V. : 09721 1887800

Weiter lesen

Sing mit (2017) im KonzertChor Schweinfurt

 

Der Chor für Schweinfurt und Region:

KonzertChor Schweinfurt:

 

Nach einem erfolgreichen Start des Konzertchors im Jahr 2016 mit der Aufführung der Carmina Burana von Carl Orff ( s. Pressestimmen) beginnt nun die Probenphase für ein neues Projekt.

Lobgesangsymphonie

von Felix Mendelssohn Bartholdy

Großes Konzert

im Theater der Stadt SW

                                                                                     

 

 

 

Leitung: Matthias Göttemann

1. Probenphase:       19. Juni bis 25. Juli 2017                                                                                   

2. Probenphase:      ab Mitte Okt. 2017                                                                          

Probentag:                18. November 2017                                                                              

Probenort:                 Musikschule SchweinfurtSchultesstraße 17,  jeden Montag, 19:30 Uhr


Rückblick: Über 70 Sänger- und Sängerinnen aller Stimmlagen hatten sich am 1. Probentag des neu gegründeten Chors, am 7. Juni 2016, im Konzertsaal der Musikschule eingefunden. Der Träger, der Liederkranz Schweinfurt 1833 e. V., war über den hohen Zuspruch erfreut, hatte man doch eine intensive Werbung vorgenommen und ein breit gefächertes Angebot für Stimmbildung und qualitativ anspruchsvolle Chorarbeit zu Grunde gelegt.

 Im KonzertChor Schweinfurt wird den neuen Sängerinnen und Sängern einiges geboten: Junge Stimmen werden aufgebaut und bekommen gratis individuelle Stimmbildung von Profisängern. Darüber hinaus bekommen sie in Stimm- und Registerproben von geschulten Musikern wirksame Hilfestellungen für gutes Chorsingen. Das Programm wird in zwei überschaubaren Probenphasen erarbeitet. So soll eine Teilnahme auch erfahrenen Sängerinnen und Sängern anderer Chöre oder Interessenten mit geringem Zeitbudget ermöglicht werden. Zielorientierte Probenpläne gewährleisten Planungssicherheit. Proben auf hohem Niveau, in denen die Werke zügig erarbeitet werden, fordern auch versierte Sängerinnen und Sänger und lassen Spaß und Freude an der Chormusik erleben. Zusätzlich wird das Chorsingen durch professionelle Klavierbegleitung und Korrepetition unterstützt.

Der KonzertChor Schweinfurt hat als Ziel die Aufführung großer chorsymphonischer Konzerte in Zusammenarbeit mit renommierten Symphonieorchestern und Solisten, die in der Regel im Theater der Stadt Schweinfurt stattfinden sollen.

 

 Kontakt: M. Göttemann 09365 8974343 oder 0179 6763577

                    K. Speidel, Vorstandsvorsitzende, 09721 1887800

 

Träger des KonzertChores Schweinfurt ist der Verein „Liederkranz Schweinfurt 1833 e. V.“ Dieser traditionsreiche Kulturverein ist seit knapp 190 Jahren außerordentlich mit der Stadt Schweinfurt verbunden. Der Verein organisiert zwei Chöre unter seinem Dach – den bisherigen Chor, und den neu gegründeten KonzertChor Schweinfurt. Der bisherige Chor „Oratorienchor Liederkranz“ wurde im Rahmen der Neuorganisation der Vereinsstruktur in „Philharmonischen Chor“ umbenannt.

Künstlerischer Leiter ist seit Januar 2016 Matthias Göttemann. Der Dirigent und Kirchenmusiker hat einen Großteil der bedeutendsten chorsymphonischen Werke bereits zur Aufführung gebracht und kann somit in Schweinfurt seine vereinsstrategischen und chorpolitischen Erfahrungen einbringen. Mit der Gründung eines neuen Chores, des „KonzertChores Schweinfurt“, möchte der Liederkranz Schweinfurt 1833 e.V. sein Engagement im Kulturleben der Stadt auch in die Zukunft tragen. Um im Theater Schweinfurt, gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor, bestmögliche Qualität zu bieten, werden von Seiten des Vereins und der Chorleitung keine Mühen gescheut.

 

KonzertChor Schweinfurt Projekt 2017:
2. Probenphase 16.10.2017

Felix Mendelssohn Bartholdy Lobgesangsymphonie Nr. 2 op. 52
für Soli, Chor und Orchester op.
Die Komposition wurde vom Rat der Stadt Leipzig anlässlich der Vierhundertjahrfeier der Erfindung
der Buchdruckerkunst in Auftrag gegeben. Die Uraufführung war ein beachtlicher Erfolg, und das
Stück wurde zu einem der meistaufgeführten Werke Mendelssohns zu seinen Lebzeiten.

Unser Ziel: Konzert im Theater Schweinfurt am 25. November 2017

Probenort: Musikschule Schweinfurt, Schultesstraße 17, 97421 Schweinfurt

Weitere Informationen: Link zum KonzertChor Schweinfurt 

Weiter lesen

MITGLIEDERVERSAMMLUNG MIT NEUWAHL

(STB, Donnerstag, 20. April 2017)

Den Erfolg der Vergangenheit in die Zukunft tragen

Liederkranz Schweinfurt 1833: Karin Speidel übernimmt die Leitung von Verein und Vorstand.

DSCN3235

FOTO: EGMAR WINHARD

Der Liederkranz Schweinfurt 1833 hat eine neue Satzung und einen neuen Vorstand. Verantwortung tragen (1. Reihe, von links) Jutta Schramm (Archiv), Karin Speidel (Vorstandsvorsitzende), Brigitte Wegener (Kassenführung), Dr. Ulrike Bode-Wilke (Probenorganisation), Birgit Christ ( stellvertr. Schriftführung), und (2. Reihe, von links) Renate Weigand (Mitgliederbetreuung), Matthias Göttemann (künstlerische Leitung), Otto Schramm ( Pressearbeit), Franz-Georg Weigand (Schriftführung), Dr. Susanne Leisentritt (Probenorganisation). Es fehlt: Irmgard Ahlstich-Stahl (Mitgliederbetreuung

 

SCHWEINFURT (ts) Karin Speidel ist die neue Vorsitzende des Vereins Liederkranz Schweinfurt 1833.

Ihren Jahresbericht gab sie bei der Mitgliederversammlung noch als stellvertretende Vorsitzende. Sie sagte: „Wir müssen den chorischen Erfolg des vergangenen Jahres  in die Zukunft tragen“. Speidel erinnerte an die Mitgliederversammlung des vergangenen Jahres. Im März 2016 hatte sich der Vorstand des Liederkranz 1833 e. V. entschlossen, der Überalterung des Chores durch eine völlige Neuorientierung entgegenzutreten. Der Verein tritt seitdem als Veranstalter auf, unter dessen Dach sich zwei Chöre befinden.  Der Philharmonische Chor (ehemals Oratorienchor Liederkranz) und der Konzertchor Schweinfurt. Letzterer ist ein Projektchor, der im vergangenen Jahr über 70 meist jüngere Sänger angelockt hatte. Das beliebte Werk Carmina Burana von Carl Orff wurde mit 140 Sängern und  Gastsängern im Theater der Stadt Schweinfurt mit großem Erfolg zur Aufführung gebracht. Die künstlerische Leitung lag in den Händen von Matthias Göttemann.

Aus dem Kassenbericht des Kassenwarts Miroslaw Aigl wurde deutlich, dass die Finanzierung großer Konzerte nur mit Unterstützung von Sponsoren möglich ist. Die laufenden Kosten des Geschäftsjahres verlangen einen starken Einsatz an  Eigenmitteln des Vereins, so dass die zukünftige finanzielle Entwicklung des Vereins aufmerksam verfolgt werden muss.

Die Erfahrungen des vergangenen Jahres und die chorsymphonische Ausrichtung des Vereins mit Stimmbildung, Korrepetition, Register- und Orchesterproben verlangen nunmehr eine Anpassung der Vereinsstruktur im organisatorisch-verwalterischen  Bereich und in der Geschäftsführung.

Hierzu war eine umfassende Änderung der Satzung notwendig, deren Diskussion und deren Verabschiedung eine zeitaufwendiger  Tagesordnungspunkt war. Ziel war es , die Satzung so zu gestalten, dass sie auch bei eventuellen Veränderungen in der Zukunft noch Bestand haben würde. Die neue Satzung wurde nach ausführlicher Diskussion und zahlreichen Fragestellungen mit lediglich einer Gegenstimme angenommen. Speidel zeigte sich überzeugt, dass mit der Satzungsänderung ein wichtiger Schritt für die Handlungsfähigkeit  des Vereins getan wurde.

Damit war die neue Satzung auch bereits Grundlage für die anstehenden Neuwahlen, die durchgeführt werden mussten, da der gesamte Vorstand von seinen Ämtern zurückgetreten war und zudem eine Neuverteilung der Arbeitsbereiche stattfinden sollte.

Die anschließenden Wahlen, bei denen nicht alle Vorstandsämter besetzt werden konnten, erbrachten meist  einstimmige Wahlergebnisse. Änderungen im Vorstand ergaben sich hinsichtlich der Tatsache, dass die Geschäftsführung nach § 26 BGB drei Vorstandsmitgliedern obliegt, die im Verhinderungsfall der Vorstandsvorsitzenden vertretungsberechtigt sind.

Weiter lesen

FOTOSERIE CARMINA BURANA

zum Vergrößern der einzelnen Fotos bitte auf die Bilder klicken.

7448499 1 34348523
7448498 1 34348535
7448497 1 34348561
7448496 1 34348565
7448495 1 34348568
7448494 1 34348597
7448493 1 34348643
7448492 1 34348657
7448491 1 34348675
7448490 1 34348720
7448489 1 34350290
7448488 1 34348601
7448487 1 34348604
7448486 1 34348618
7448485 1 34348632
7448484 1 34348637
7448483 1 34348609

Weiter lesen

Ein Chor vor der Bewährungsprobe

Das Gespräch führte Sabine Meißner 21. November 2016

bewaehrungsprobe

„Herzlich Willkommen zum Projekt ,Carmina Burana‘ im Konzertchor Schweinfurt.“ Mit diesen Worten hatte Matthias Göttemann im Juni die Probenarbeit begonnen. „Das ist ein Chor, den es gestern noch nicht gab“, sagte er damals zu den Sängern. 70 kamen insgesamt in den Konzertsaal de… Foto: Sabine Meissner

In einer groß angelegten Werbeaktion hat der Verein „Liederkranz Schweinfurt 1833“ gemeinsam mit Dirigent Matthias Göttemann für Sänger eines besonderen Projekts geworben. Im Juni nahm der Konzert-Chor, der neben dem bestehenden und regelmäßig probenden Philharmonischen Chor installiert wurde, seine Arbeit auf. Es ist ein Projektchor, für den sich viele Sängerinnen und Sänger aus der Stadt und dem Landkreis Schweinfurt begeistern ließen. Im Juni begannen die Proben, am Samstag, 26. November, hat der neue Chor um 19.30 Uhr seine Bewährungsprobe im Theater der Stadt Schweinfurt – mit nichts weniger als der „Carmina burana“ von Carl Orff und der „Chorfantasie“ von Ludwig van Beethoven. Zwei anspruchsvolle Werke mit großem Orchester.

Frage: Herr Göttemann, Sie beenden demnächst die zweite Probenphase für die „Carmina Burana“, der szenischen Kantate von Carl Orff, die am 26. November zur Aufführung kommt. Wie liefen die Proben bisher?

Matthias Göttemann: Die Proben liefen gut. Natürlich muss man berücksichtigen, dass es sich um ein erstes offenes Projekt

handelt und daher die Fortschritte von Probe zu Probe nicht im gleichen Tempo verlaufen wie bei einem Chor, der bereits aufeinander eingesungen ist.

Zum Konzert-Chor Schweinfurt kamen nach und nach etwa 70 neue Leute. Die Genauigkeit, damit meine ich sowohl das präzise Singen als auch die Ausführung meiner Interpretationsvorgaben, stellte sich ebenfalls nach und nach ein.

Sehen Sie dem Konzert zuversichtlich entgegen?

Göttemann: Ja, unbedingt. Obwohl die Vereinigung von neu hinzu gekommenen Sängerinnen und Sängern mit dem vorhandenen Stamm eine Herausforderung in musikalischer wie in psychologischer Hinsicht bleibt, sehe ich dem Konzert erwartungsfroh entgegen. Die Stimmung im neu formierten Chor ist sehr gut, die meisten lassen erkennen: „Wir wollen das Konzert gemeinsam schaffen!“

Seit die „Carmina Burana“ 1937 in Frankfurt am Main uraufgeführt wurde, sind die Lieder aus Benediktbeuern weltweit unzählige Male aufgeführt worden. Wie wird Ihre Interpretation sein?

Göttemann: Wir werden das „Schicksals-Rad“ nicht neu erfinden, aber wir arbeiten intensiv an einer schwungvollen Interpretation, die rhythmisch mitreißend sein wird, immer der Intention des Komponisten nachspürend.

Aufführen werden Sie mit den Schweinfurter Choristen auch Beethovens „Chorfantasie op. 80“. Proben Sie beide Werke parallel?

Göttemann: Ja, im Konzert werden ja auch beide Werke erklingen und die Zuhörer sollen von der ersten bis zur letzten Minute spüren, dass es zwei Werke sind, die trotz vieler Unterschiede auch Gemeinsames bergen, nämlich die großartige Musik zweier leidenschaftlicher Komponisten. Beethovens Chorfantasie eignet sich zudem bestens als Einstieg. Nach einem Klaviersolo entwickelt sich das Werk bis zum packenden Finale. Darauf folgt Orffs ungestüme „Carmina“ mit ihren sensiblen Partien. Das hätte vielleicht auch den beiden Meistern gefallen, wenn sie zur gleichen Zeit gelebt und sich einander gekannt hätten.

In welcher Fassung werden Sie beide Werke aufführen?

Göttemann: In der originalen, großen Orchesterfassung.

Häufig sind bei Aufführungen der „Chorfantasie“ Chorsolisten zu hören. Wofür haben Sie sich entschieden?

Göttemann: In der „Chorfantasie“ treten sechs Solisten als Ensemble auf, zu denen dann der Tuttichor hinzukommt.

Für die Soli der „Carmina“ haben Sie die Sopranistin Anna Nesyba, den Bariton Heiko Trinsinger und Martin Nyvall für den legendären Tenorpart verpflichtet. Die drei Profis kennen Sie aus früherer Zusammenarbeit, spielte das eine Rolle?

Göttemann: Ich bin sehr froh, genau diese Solisten gewinnen zu können. Mit Anna Nesyba verbindet mich eine jahrelange Zusammenarbeit. Ich freue mich auf ihre jugendliche, sinnlich-lyrische Interpretation der „Carmina Burana“. Mit Heiko Trinsinger durfte ich auch schon mehrere wunderbare Konzerte gestalten. Insbesondere seine Interpretation des Mittelteiles der „Carmina“ ist wunderbar intensiv! Martin Nyvall lernte ich anlässlich eines Konzertes in Friedrichshafen kennen und führte kürzlich mit ihm das „Lied von der Glocke“ von Max Bruch auf. Die Zusammenarbeit mit ihm ist unkompliziert und freundschaftlich. Ich bin sicher, dass alle Drei die Sympathie des Schweinfurter Publikums gewinnen werden.

Werden auch Kinder mitwirken?

Göttemann: Ja, etwa 16 Kinder aus meinem ,Musicalchor junge Stimmen‘, den ich am Schulzentrum in Haßfurt als Unterstufenchor des dortigen Gymnasiums leite, werden die von Orff für Kinderchor vorgesehenen Partien übernehmen.

Als Orchester haben Sie die Nordböhmische Philharmonie Teplice verpflichtet. Ist das ein Experiment

Göttemann: Ich habe das Orchester in Frankfurt gehört und bin nun gespannt auf die Zusammenarbeit. Wenn die gut wird, wovon ich ausgehe, dann wird der Klangkörper sicher nicht zum letzten Mal in unserer Region zu erleben sein.

Einen Tag vor Ihnen steht Jakub Hruša, neuer Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, auf der Bühne des Theaters. Macht Sie das ein wenig stolz?

Göttemann: Ja sicher, ich betrachte es als Ehre, im Theater Schweinfurt, in einem Haus, in dem internationale Künstler auftreten, dirigieren zu dürfen. Andererseits finde ich es ehrenwert, dass dieses Haus auch den beiden Schweinfurter Chören, dem Konzert-Chor und dem Philharmonischen Chor, offensteht. Beide werden ja vom renommierten Kulturverein Liederkranz Schweinfurt getragen.

In Beethovens Schaffen kann man die „9. Sinfonie“ als Gipfel ansehen. Haben Sie im Sinn, diese später einmal in Schweinfurt auf die Bühne zu bringen?

Göttemann: Ganz genau, das habe ich vor!

Weiter lesen